Die Deutsche Weinstraße ist eine der ältesten touristischen Straßen Deutschlands. Nach dem ersten Weltkrieg war der deutsche Weinabsatz durch die französische Besetzung und die damit verbundenen Sanktionen gehemmt. Es folgte ein dramatischer Preisvervall bedingt durch eine außergewöhnliche Weinernte in der Pfalz, die um das zweieinhalbfache über dem Durchschnitt lag. Die Existenz vieler Winzer war bedroht.
1935 wurde die Deutsche Weinstraße von den nationalsozialistischen Machthabern als Touristenattraktion ins Leben gerufen. Mit geringem Aufwand gelang es Weinabsatz und Fremdenverkehr anzukurbeln.
Die Deutsche Weinstraße erstreckt sich über 85 km von Bockenheim (Nähe Worms) bis nach Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze durch das zweitgrößte Weinbaugebiet Deutschlands – die Pfalz. Sei verläuft parallel oder entlang der B41 und B271. Jede Ortschaft entlang der Route darf seit Gründung den Zusatz “an der Weinstraße” führen.
Sehenswürdigkeiten an der Deutschen Weinstraße
Besondere Sehenswürdigkeiten sind das Deutsche Weintor am südlichen Beginn der Weinstraße und das Haus der Deutschen Weinstraße am nördlichen Ende. Die bezaubernde Weinlandschaft schmücken zudem malerische Weindörfer, mittelalterliche Burgen und Schlösser. Auch römische und keltische Zeitzeugnisse kann man hier finden.
Eine weitere Besonderheit in dieser Region ist das Klima, das fast an Mittelmeerländer erinnert. Jährlich über 1800 Sonnenstunden ermöglichen es, dass südlandische Früchte wie zum Beispiel Bananen, Feigen und Kiwis gedeihen. Die Mandelbäume an den Straßenrändern sind ein typisches Wahrzeichen der Weinstraße.
In der Zeit von Juli bis Oktober bieten unzählige Weinfeste dem Gast die Gelegenheit, sich von der Qualität und der liebevollen Pflege der Weine zu überzeugen. Die bekanntesten sind wohl der Dürkheimer Wurstmarkt, das Deutsche Weinlesefest in Neustadt, auf dem die Deutsche Weinkönigin gewählt wird, und das Fest des Federweißen in Landau.